Befristung des Aufstockungsunterhaltes bei langer Ehe

Auch die Rechtsprechung des Jahres 2009 zeigt, dass die Dauer des nachehelichen Aufstockungsunterhaltes nicht einer bestimmten Quote der Länge der Ehe entspricht. Die Länge der Ehe ist nur ein Kriterium für die Bemessung. Weitere Kriterien sind zu berücksichtigen, wie Erziehung von Kindern, Aussetzen im Beruf, Lebensalter, Möglichkeit im Beruf wieder Fuß zu fassen, usw.

Jeder Fall muss also individuell dargestellt werden. Vor diesem Hintergrund erklären sich auch die von den Gerichten sehr unterschiedlich ausgeurteilten Zeiträume, z.B.:

- OLG Oldenburg:

10 Jahre Unterhalt bei 27-jähriger Ehe, Erziehung von drei Kindern, ehebedingte Nachteile und Lebensalter der Ehefrau bei Scheidung von 47 Jahren.

- OLG Karlsruhe:

4 Jahre Unterhalt bei 17-jähriger Ehe, keine ehebedingten Nachteile und Lebensalter der Ehefrau von 47 Jahren.

- OLG Düsseldorf:

7 Jahre Unterhalt ab Trennung (nicht Scheidung) bei 19 Jahren Ehe, zwei Kinder, keine ehebedingten Nachteile und 53 Lebensjahre der Ehefrau.



Eingestellt am 06.11.2009 von RA Pickert
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